Archive für 6.4.2009

Rede Grüne Landesdelegiertenkonferenz NRW, 2007

Robert Zion: Bochum, Jahrhunderthalle (Es gilt das gesprochene Wort)

“Liebe Freundinnen und Freunde,

als die Grünen sich als neue Partei aus den sozialen
Bewegungen herausbildeten, waren wir die erste
nachindustriegesellschaftliche Partei der Republik.

So findet sich bereits im ersten Reader über originäre
Grüne Wirtschafts- und Sozialpolitik von 1985 die Idee des
Bedingungslosen Grundeinkommens als
gesellschaftspolitische Idee.

Bereits damals ging es uns um eine Verbindung von
Ökonomie, Ökologie und Sozialem, um ein neues
Gesellschaftsmodell. 1989 erklärten wir: „Es ist
Selbstverpflichtung der Grünen, darauf hin zu arbeiten, die
Lebenschancen aller Menschen unter Beachtung der
ökologischen Belastbarkeit des Globus auf möglichst
hohem Niveau anzugleichen.“

Die Idee damals lautete: Das alleinige Festhalten am
Wohlstandsmodell der industriegesellschaftliche Normarbeit – das
was Fordismus genannt wird – zwingt unsere Gesellschaft zu einem
permanenten und nicht durchhaltbaren Wachstumsdruck – egal ob
neoliberal-angebotsorientiert, oder keynesianisch-nachfrageorientiert
gesteuert.

Die Idee war auch, dass wir zu neuen Anerkennungs- und
Entlohnungsformen für gesellschaftliche Arbeit kommen
müssen, die nicht über den sogenannten Arbeitsmarkt
definiert ist, der reproduktiven und auch nichtproduktiven
Arbeit.

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