Diskussionsveranstaltung am Dienstag 21. April mit den folgenden Gästen:
Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise zeigt, dass statt kurzfristigen Maßnahmen eine tiefgreifende Erneuerung des Wirtschafts- und Sozialsystems erforderlich ist. Im Mittelpunkt steht dabei das Recht auf ein bedingungsloses Grundeinkommen zur existenziellen Absicherung jedes Einzelnen, das die Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben ermöglicht.
Statt kurzfristig wirkenden Konjunkturprogrammen kann die in den letzten Tagen von Wohlstandsverbänden erhobene Forderung nach einer Kindergrundsicherung in Höhe von 500 Euro ein erster Ansatz sein, die Nachfrage vor allem bei den Geringverdienern zu stärken und zugleich Armut zu bekämpfen. Weitergehende Forderungen nach einem bedingungslosen Grundeinkommen für alle Bürger, in einem gewissen Rahmen sogar weltweit, scheitern jedoch nicht zuletzt daran, dass die Bereitschaft zur Umverteilung noch gering ist. Das „Krisenbewusstsein“ tendiert dahin, Löcher zu stopfen und einzudämmen, statt sich mit Ursachen und Wurzeln zu konfrontieren.
In diesem Zusammenhang ließe sich fragen: vernebelt die Grundeinkommensdiskussion die Orientierung an den notwendigen Wirtschaftsreformen bis hin zu einem Umbau der Wirtschafts- und Finanzarchitektur, oder würde gerade ein entsprechend ausgestattetes BGE die emanzipatorische Neudefinition der einseitig am Markt ausgerichteten Gesellschaft unterstützen?
Kontakt:
Christoph Schlee
c.schlee(at)grundeinkommen.de
Veranstaltungsort:
Alte Feuerwache Köln
Forum Südtrakt
Melchiorstr. 3
50670 Köln (Nähe Ebertplatz)
18.4.2009 bei 00:03
Hallo,
ich bin schon lange für das Grundeinkommen, aber gerade jetzt in der Krise müsste es eigentlich jedem einleuchten, das Dies die einzige Lösung ist, und ich glaube auch die Billigste.
Es würde alle Probleme auf einmal lösen. Die Macht der Gierigen wäre mit einemmal vorbei.
Heute bedauere ich es kein Politiker zu sein, den Das ist endlich mal was, wofür es sich lohnt, sich einzubringen.
Gruß Sänger
5.1.2010 bei 15:26
Auch ich bin schon lange fasziniert vom Grundeinkommen.
Ich suche allerdings noch praktikabele Lösungen für den Menschentyp, der einen gewissen Druck braucht, um zu arbeiten.
Was gibt es hier für pädagogische Werkzeuge oder Ansätze?